Etappe 4 · Spanien · Schmeckt man den Schwefel? (Empfohlene Beschriftung — passt die Etappen-Nummer gern an eure eigene Reihenfolge an.) Schwefeldioxid schützt Wein vor Oxidation und unerwünschten Mikroorganismen. In üblicher Menge schmeckt man es nicht als eigenen Ton. „Ohne zugesetzten Schwefel“ bedeutet, dass im Keller kein Schwefeldioxid zugegeben wird; bei der Gärung können trotzdem geringe Mengen Sulfite entstehen. Der Ausbau ohne diese Zugabe verlangt besonders gesundes Lesegut, sehr saubere Kellerarbeit und einen sorgfältig begrenzten Sauerstoffkontakt. Nach dem Öffnen sollte der Wein ohne zugesetzten Schwefel kühl stehen und zügig ausgetrunken werden. Im Paket liegen zwei Monastrell von Bodegas Luzón. Der klassisch stabilisierte Wein zeigt Kirsche, reife Tannine und eine ausgewogene Säure. Beim Wein ohne zugesetzten Schwefel finden sich rote und schwarze Beeren, Rosmarin und Zistrose sowie präsentere Tannine. Bodegas Luzón wurde 1841 von Don José de Molina gegründet. Der Name erinnert an die philippinische Insel Luzón, auf der Molina zuvor gelebt hatte. Ein weiterer Wein des Hauses, der Finca Luzón Roble, wird in den First-Class-Lounges der Lufthansa ausgeschenkt. Wenn Sie mögen, probieren Sie beide Monastrell zunächst blind. Welche Unterschiede fallen Ihnen bei Frucht, Würze und Mundgefühl auf? Und welcher Stil gefällt Ihnen besser? Viel Freude beim Probieren.