Etappe 7 · Italien · Prickelt's auch ohne zugesetzten Schwefel?
(Empfohlene Beschriftung — passt die Etappen-Nummer gern an eure eigene Reihenfolge an.)

Prosecco wird aus der Glera-Traube gekeltert. Beim klassischen Verfahren entsteht zunächst ein stiller Grundwein. Anschließend kommen der Grundwein, Hefe und etwas Zucker in einen geschlossenen Drucktank. Dort beginnt eine zweite Gärung. Weil die entstehende Kohlensäure nicht entweichen kann, löst sie sich im Wein und sorgt für die Perlage.

Pizzolatos Prosecco DOC Brut ohne zugesetzten Schwefel entsteht anders: Der Traubenmost gärt nur einmal, direkt im Drucktank. Alkohol und Kohlensäure bilden sich dabei im selben Vorgang. Der Wein bleibt rund 60 Tage im Tank, bis der gewünschte Druck erreicht ist. Weil kein Schwefel zugesetzt wird, muss der Kontakt mit Sauerstoff besonders sorgfältig begrenzt werden.

Beide Prosecco sind Brut. Der klassische zeigt Renette-Apfel und feine Blüten. Beim Prosecco ohne zugesetzten Schwefel finden sich Apfel, Birne und Akazienblüte. Beim Probieren lohnt sich der Vergleich von Frucht, Perlage und Mundgefühl.

Cantina Pizzolato arbeitet seit 1991 biologisch. Die Libelle auf dem Etikett gehört zur Dragonfly-Linie des Familienweinguts. Gut gekühlt kommen beide Prosecco besonders schön zur Geltung. Zum Wohl!
